18.12.01
Europa-Fernost-Verkehr
Grand Alliance reduziert Kapazität
Die Mitglieder der Grand Alliance werden die Kapazität in den Europa-Fernost-Diensten reduzieren und sich damit der verringerten Nachfrage anpassen. 15 Prozent der Kapazität werden aus dem Verkehr genommen. Wegen der anhaltenden Marktschwäche im Europa-Fernost-Verkehr haben die Mitgliedslinien der Grand Alliance - Hapag-Lloyd, P&O Nedlloyd, MISC, NYK und OOCL - entschieden, die Kapazitäten zu reduzieren. Im Februar 2002 werden die Linien bis auf weiteres jeweils zwei von insgesamt acht Schiffen, die in den Loops B und C beschäftigt sind, aus den Diensten herausnehmen. Dies bedeutet, dass jede vierte Abfahrt ausfällt. Mit dieser strukturierten Kapazitätsreduzierung werden dann die bisherigen "ad hoc"-Maßnahmen abgelöst. Darüber hinaus hat die Grand Alliance entschieden, den für 2002 geplanten siebten wöchentlichen Europa-Fernost-Dienst später aufzunehmen. Für den Verkehr zwischen Asien und Nordeuropa bzw. dem Mittelmeer bedeuten diese Schritte, dass die Grand Alliance - verglichen mit der ursprünglichen Planung - eine Kapazitätsreduzierung von 15 Prozent vornimmt. Hintergrund ist der Nachfragerückgang im Jahr 2001, und auch für das kommende Jahr werden nur geringe Zuwachsraten in diesem Verkehr erwartet. Die Mitglieder der Grand Alliance erwarten von der Maßnahme einerseits eine Annäherung von Angebot und Nachfrage sowie eine Verringerung der Kosten, andererseits wird den Kunden ausreichend Kapazität zur Verfügung stehen. Der Vorteil für die Verladerschaft gegenüber den bisherigen "ad hoc"-Maßnahmen ist, dass sie einen zuverlässigen, planbaren Fahrplan erhält. Die aus dem Verkehr genommenen Schiffe werden aufgelegt, bis eine entsprechende Nachfrage wieder vorhanden ist.
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