15.06.00
Der Containerverkehr auf dem Nordatlantik wird in diesem Jahr ein Aufkommen von 4,8 Millionen TEU erreichen. Dies entspricht einem Zuwachs von 6,6 Prozent. Wachstumsträger ist dabei vor allem der westgehende Verkehr, der, verglichen mit dem Vorjahr, ein Plus von acht Prozent aufweisen wird. "Hier spiegelt sich die Exportstärke der EU-Staaten, vor allem der deutschen Wirtschaft, wider", betont Adolf Adrion, Geschäftsführer der Hapag-Lloyd Container Linie. Dieses rasante Wachstum führte in den vergangenen Monaten dazu, dass die Reeder den europäischen Exporteuren zum gewünschten Zeitpunkt nicht immer ausreichend Schiffskapazität zur Verfügung stellen konnten. Durch eine neue Servicestruktur, schnellere Schiffe und einen optimierten Umlauf trägt Hapag-Lloyd zusammen mit den Partnern der Grand Alliance dazu bei, dass diese Engpässe abgebaut werden. Ab August 2000 bietet das Konsortium fünf Dienste: Den Gulf Atlantic Sprint Service, Gulf-/Mexico Service, Pacific Atlantic Express, Butterfly north (US-Ostküste) und Butterfly south (US-Südatlantik, Golf). Insgesamt setzen die Partner mehr als 30 moderne Containerschiffe ein, ein Drittel der Tonnage stellt Hapag-Lloyd. Jeder Service bietet wöchentlich eine Abfahrt und bedient in Europa und Amerika unterschiedliche Umschlagplätze. Am Nordkontinent werden Antwerpen, Bremerhaven, Hamburg, Le Havre, Rotterdam, Southampton und Thamesport angelaufen. In Deutschland werden drei dieser Dienste in Bremerhaven, zwei in Hamburg abgefertigt. "Damit verfügen Kunden aus Skandinavien, Osteuropa und Deutschland jetzt auch über eine direkte Anbindung via Hamburg nach Nordamerika", so Adrion. Für den Elbehafen bedeutet dies einen Mengenzuwachs von fast 100.000 TEU im Jahr. Abgefertigt werden die Schiffe bei der Hamburger Hafen- und Lagerhaus AG. Die Grand Alliance ist das bedeutendste Konsortium in der internationalen Linienschifffahrt. Ihr gehören neben Hapag-Lloyd die Reedereien Nippon Yusen Kaisha (NYK), Japan, Orient Overseas Container Line (OOCL), Hongkong, Malaysian International Shipping Corporation (MISC), Malaysia, sowie die britisch-niederländische P&O/Nedlloyd an. Das Konsortium verkehrt auf den internationalen Ost-West-Schifffahrtsrouten und bietet der Kundschaft insgesamt 17 Liniendienste zwischen Europa und Asien bzw. Europa und Amerika sowie auf dem Pazifik zwischen Amerika und Asien. In diesem Diensten setzen die Partner mehr als 100 moderne Containerschiffe ein.
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